Dienstag, 10. September 2013

Das Dornenhaus # Rezension

Ellen und Hannah - zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Aussehen, in ihrer Art, im sozialen Umfeld. Und dennoch halten sie zusammen. Bis Ereignisse das Leben von Ellen und Hannah auf den Kopf stellen - Ellens Mutter stirbt und der Vater wird von da an tyrannisch über seine Tochter wachen - Ellen hingegen versucht, sich gegen ihren Vater zu wehren, scheint aber die Rolle der eingesperrten Prinzessin, die sie durch die heimliche Liebesbeziehung zu Hannahs Bruder Jago lebt, zu geniessen.

Die Geschichte wird von Hannah erzählt - sie wechselt immer von der Gegenwart in die Vergangenheit und so erfährt man Stückchen für Stückchen - wie ein Puzzle - die Geschichte um die Freundschaft, die Liebe und die Geschehnisse im Dornenhaus.

Das Buch hat eine gut gemeinte Story, die aber viel zu langsam in Fahrt kommt. Oft werden unheilvolle Ereignisse angekündigt, die dann aber auf sich warten lassen. Beim Lesen war ich oft entmutigt, weiter zu machen. Aber am Ende klärt sich alles auf und das braucht die Geschichte auch, denn Hannah quält sich während des gesamtes Buches über den Tod ihrer Freundin und man weiß gar nicht, warum. Sie weiß, Ellen ist tot und doch sieht sie ihre Freundin an vielen Orten. Man ist immer so hin und her gerissen durch die vielen Erzählungen und weiß dann am Ende nicht, hat Ellen nun mit Hannah gespielt, sie benutzt, sie manipuliert und war Ellen am Ende auch nur ein Opfer der Dinge im Dornenhaus?

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